Die Massage

Massage
Massage

Ob Massage nun aus dem Arabischen kommt, wo es so viel wie „betasten, berühren“ bedeutet oder aus dem Griechischen, wo es mit „kneten, kauen“ übersetzt wird, ist zweitrangig. Fakt ist, dass alle Tätigkeiten in einer Massage vereint sind. Sowohl das zarte Betasten und eher streichende, sanfte Bewegungen wie auch das Kneten der Muskulatur sind wichtige Bestandteile. Mit der Massage lassen sich Haut, Muskulatur und Bindegewebe beeinflussen. Typische Krankheitsbilder, die mit Massage gelindert werden, sind Zusammenziehungen (Kontrakturen), das heißt Bewegungs- und Funktionseinschränkungen von Gelenken.

Typischerweise werden Massagen bei Verspannungen verordnet, wobei die Muskulatur keinen gesunden Tonus zeigt, sondern eher verkrampft wirkt. Mit Massage können auch Narben und Zirkulationsstörungen behandelt werden. Dabei werden Dehnungs-, Zug- und Druckreize angewandt. Sie dienen dazu, die Muskulatur zu lockern, das Bindegewebe zu festigen, die Durchblutung und den Stoffwechsel anzuregen. Neben klassischer und Bingewebsmassage gibt es zum Beispiel die Colonmassage (Darmmassage zur Verbesserung des Stoffwechsels).

Neben der Wirkung der Massage auf die betroffene Stelle beeinflusst die Behandlung positiv den gesamten Organismus und wird auch bei psychischen Problemen als angenehm und lösend empfunden. Der gesamte Körper wird durch eine Massage wohltuend entspannt.

Physiologische Wirkungen:

  • Steigerung der örtlichen Durchblutung
  • Regulierung des Muskeltonus
  • Entspannung der Muskulatur bei Hartspann
  • Lösung von Narben und Gewebsverklebungen
  • Verbesserung und Entspannung von Haut und Bindegewebe
  • Verbesserung des Zellstoffwechsels im Gewebe
  • Schmerzlinderung
  • Senkung des Blutdrucks und der Pulsfrequenz
  • Verbesserung der Wundheilung
  • Einwirkung über Reflexbögen auf die inneren Organe
  • Positive Beeinflussung des vegetativen Nervensystems
  • Psychische Entspannung und Stressreduktion

Fallbeispiel:

Patient Walter M. (55) arbeitet im Büro. Durch das ständige Sitzen wird der Körper einseitig belastet. Unbewusst hochgezogene Schultern und Arme sorgen für eine Verspannung im Schulter-Nacken-Bereich. Daraus resultieren häufig auch Kopfschmerzen. Üblicherweise verordnet der Arzt Massagen, damit die Muskelverspannung gelöst, das Gewebe besser durchblutet und entspannt wird. Der Physiotherapeut massiert in mehreren Sitzen den Patienten ungefähr eine Viertelstunde lang. Als ideal hat sich die Kombination von Massagen und Wärmetherapie erwiesen. Nach einer, manchmal auch nach mehreren Behandlungsserien (je nach Schwere der Problematik) sind die Verspannungen gelöst und der Patient empfindet keine Schmerzen mehr.